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Hatten wir schon ein QSO oder wen habe ich schon gearbeitet ?
Log Stand: 01.12.2009
DL6FCB: Über mich
Ich heiße Lars und wohne in Neuberg, Locator JO40LE, in der Nähe von Frankfurt am Main. Ich arbeite am liebsten DX auf Kurzwelle, das sind Funkverbindungen in aussereuropäische Länder. Damit schlage ich mir schon mal
die ein oder andere Nacht oder Wochenende um die Ohren um ein neues DX oder einen neuen Bandpunkt oder eine laufende DXPedition zu arbeiten.
Dabei arbeite ich am liebsten in CW (Morsetelegrafie) und RTTY (Funkfernschreiben). Damit lassen sich weite Verdindungen noch bei schlechten Funkbedingungen gut arbeiten, wenn es mit Sprechfunk schon nicht mehr geht. Auf UKW bin ich wenig anzutreffen, hin und wieder bin ich auf der OV-Frequenz auf 2m zu hören.
Ausserdem ab und zu QSOs in PSK31/62.
Im bin Mitglied im Ortsverband F31 des DARC, dem Dachverband für Amateurfunk in Deutschland. Ausserdem Mitglied in der German DX Foundation GDXF. Die GDXF ist eine Foundation,
die sich zum Ziel die Förderung von DX-Aktivitäten in ferne (seltene) DX-Länder gesetzt hat. Für weitere Informationen einfach auf das jeweilige Logo klicken.
Wie alles kam ...
Seit 1991 bin ich lizensierter Funkamateur. Mein erstes Rufzeichen war DG1FCT, allerdings war die damalige C-Lizenz nicht mehr als ein Sprungbrett zur ersehnten B-Lizenz. Unter diesem Rufzeichen war ich auch nie in der Luft. Nach 3 Monaten selbst auferlegtem Crashkurs in Morsetelegafie (CW), unter Mithilfe meines C64, war ich prüfungsreif und konnte mich wenig später endlich DL6FCB nennen.
Ende 1991 trat ich dann dem DARC Ortsverband Nidderau (F31) bei.
Zunächst machte ich ausschließlich auf dem 10m Band Betrieb. Generell lag mir nicht viel an UKW, deshalb auch das schnelle "Upgrade" auf die Kurzwellenlizenz. Zu Weihnachten lag dann ein gebrauchter QRP-Transceiver (Kenwood TS 120V) unter dem Weihnachtsbaum, den ich mir natürlich vorher selbst ausgesucht hatte ;-) Ich machte nur Betrieb in SSB, die CW-Taste blieb dann für die nächsten Jahre stumm.
Für die 10,15 und 20m setzte ich zunächst meine alte CB-Funkantenne ein, die ich durch einen selbstgebauten Tuner auf diesen Bändern anpassen konnte, die jedoch bald durch eine GPA30 von Fritzel ersetzt wurde. Für 40 und 80m spannte ich eine FD4 in den Garten. Da ich sehr experimentierfreudig war, baute ich mir später je eine Quad für 15 und 20m, die eine sehr gute Performance zeigten.
Mitte der 90ziger Jahre mit dem Aufkommen von Packet Radio war ich sofort von dieser Betriebsart begeistert. Nach ersten Anfängen mit 1k2 auf 70cm und kurzer Zeit mit 2k4 musste es noch schneller gehen. Zunächst baute ich meinen Yaesu FT 73R auf 9k6 um und war zunächst damit recht glücklich. Die Nachteile durch zu hohes TX-Delay und die vielen Rejects machten dann den Einsatz eines geeigneten Datentransceivers auf 23cm nötig. Dazu musste ich auch meinen "Antennenwald" aufstocken und eine 48-Element Yagi in etwa 11m Höhe plazieren, damit ich *durch* die nahegelegenen Häusern zum Digipeater DB0DA auf dem Feldberg/Taunus gelangen konnte, Entfernung immerhin 30 km. Auf 23cm ein ernstes Problem .....
Auf 2m FM war ich nur sporadisch QRV, eine Diamond X-5000 und ein Kenwood TM-251E war zwar vorhanden, nutzte ich aber so gut wie nie. Jedoch war ich hin und wieder auf 2m SSB QRV. Wir packten sein UKW-Equipment zusammen und fuhren von nahegelegenen Bergen DX-Verbindungen.
Ende der 90ziger schlief das Hobby durch mehrere private Gründe mehr oder weniger ein. Ein gewichtiger Grund war, dass ich bei einem zwischenzeitlichen QTH-Wechsel leider keine Antennen aufbauen durfte, und das ich ja das schlimmste was einem Funkamateur passieren kann.
Von 1999-2001 war ich Technikreferent des Ortsverbands Nidderau, seit 2001 bin ich nun Kassenwart.
Durch die Teilnahme an OV-Aktivitäten wie Fieldday, Contest und Fuchsjagden fing es wieder an zu gribbeln. Es stand fest, wenn ich mit meiner Frau in eine neue Wohnung umziehe, werde ich wieder QRV werden.
Im Oktober 2003 war es dann soweit, auf dem Dach meines neuen QTHs konnte ich endlich wieder eine Antenne errichten. Die Wahl fiel auf eine Vertikalantenne. Da ich hauptsächlich am DX-Betrieb interessiert bin, musste es schon eine möglichst Gute sein und sie musste möglichst "alle" Bänder abdecken. Auf einen Antennenwald aus verschiedenen Antennensystemen (wild gespannte Dipole) musste aus optischen Gründen verzichtet werden. Ich entschied mich dann für die Cushcraft R8, einer Multiband-Vertikal für alle Bänder von 10m-40m, 6m-Betrieb soll auch möglich sein, ist mir aber unwichtig.
Auf die Bänder 80m und 160m musste ich erst einmal verzichten, durch den Einsatz eines Tuners war aber auch dort Betrieb möglich
Als wir in 2008 unser neues QTH in Neuberg gekauft hatten und umfangreiche Renovierungsarbeiten anstanden, hatte ich leider keine Zeit mehr, mich mit meinem Hobby zu beschäftigen. Im August 2009 war der Umzug nun endlich perfekt. Seitdem baue ich Schritt für Schritt unsere neue Antennenanlage auf.
News
06.04.2010: Der kalte Winter ist vorüber. Diverse Antennenbaupläne sind über den Winter gereift. Drei Projekte warten auf Realisierung:
- Erweiterung der Open Sleeve Antenne um einen Strahler für das 12m Band. Mit Anpassung wird sich damit auch 10m noch gut arbeiten lassen. Rein optisch wird die Antenne nach einer 2 Element Yagi aussehen.
- Installation eines Rotors.
- Verlängerung des Vertikalteils der Inverted L durch einen Aluschiebemast. Geplant sind 6m Alumast und 4m Fiberglas oben drauf.
12.12.2009: Saisonabschluss. Es wird nun kalt draussen, keine gute Zeit für Antennenbau. Die letzten zwei Radials für dieses Jahr sind im Boden. Nun habe ich etwa 130m Kupferdraht verteilt auf 11 Radials vergraben.
06.12.2009: Heute haben wir weitere 4 Radials hinzugefügt. Aktuell sind 9 Radials vergraben in Längen zwischen 6m und 17m. Bevor der Winter hereinbricht sollen noch drei weitere hinzukommen, zwei davon mit etwa 30m Länge.
29.11.2009: Erstes Fazit der Battle Creek Special Antenne: Sie funktioniert sehr gut ! Trotz der nur 5 Radials konnte ich VK9XX auf 30m und 40m arbeiten ! 80m und 160m gehen auch recht ordentlich, hier machen sich sicherlich aber die wenigen zu kurzen Radials und der niedrige vertikale Teil der Antenne bemerkbar.
Ohne PA ist es gerade bei DX sehr schwierig durchzukommen. Dennoch konnte ich meine erste W-Station mit K1TTT auf 160m arbeiten !
21.11.2009: Heute haben wir die Battle Creek Special aufgebaut. Sie besteht aus einem halben Kelemen Dipol für 30m, 40m, 80m und 160m.
Beim Aufbau gab es leider ein kleines Problem. Der Fiberglasmast brach beim Verspannen des horizontalen Drahts. Glück im Unglück war nur, dass der Mast oberhalb der Abspannung brach, so dass ich die unteren 6 Elemente noch nutzen konnte.
So ist der vertikale Teil nur etwa 6m statt der geplanten 9m. Damit werde ich aber erstmal auskommen. Das SWR ist auf den genannten 4 Bändern sehr gut und muss nicht mehr nachgestimmt werden. Im Laufe des Nachmittags habe ich weitere drei Radiale eingegraben, so dass ich nun über deren fünf verfüge.
Erste Tests zeigen gute Eigenschaften. Auf 30m konnte ich eine Station aus FK gut hören, WH2 auf 40m, JT auf 40 und 80m. Der gerade laufende 160m Contest ist ideal um mal zu schauen, was auf dem Topband so geht. Alles was ich hören kann, kann ich auch arbeiten, das ist schon mal ein positives Zeichen. Demnächst werden dann noch ein paar mehr Radiale vergraben. Das Ziel sind erstmal 16 Stück, auch wenn erst 120 optimal sein sollen ...
Die Windom Antenne habe ich wieder abgebaut.
15.11.2009: Aktuell grabe ich Radials für meine Battle Creek Special in den Rasen ein. Am Sonntag hatte ich nur Zeit für zwei Radials. Beide sind etwa 17m lang Richtung Nordwest. Zum CQ WW CW Ende November
sollen dann die geplanten 16 Radials im Boden liegen und dann auch die Antenne an sich aufgebaut sein. Hoffentlich hält das Wetter !
08.11.2009: Meine Gedankenspiele, welche Antenne ich denn für die Low Bands aufbauen soll, sind abgeschlossen. Es wird eine Battle Creek Special Antenne werden, mit einem Radialnetz, dass ich unter den Rasen vergraben werde.
Die Antenne wird an einem Fiberglasmast aufgebaut. Der 30m und 40m Teil wird rein vertikale Polarisation haben, der restliche Draht für 80m und 160m wird dann in Form einer Inverted L horizontal weggespannt.
01.11.2009: Den 20m Dipol habe ich heute erfolgreich zum 15/20m Open Sleeve Dipol umgebaut, indem ich durch Abstandhalter einen Dipol für 15m hinzugefügt habe.
Dieser hat keine elektrische Verbindung zum gespeisten 20m Dipol. Die von EZNEC berechneten Längen und Abstände haben gut gepasst. Damit lässt sich nun endlich vernünftig auf 15m arbeiten.
26.10.2009: Um auf den langen Bändern qrv zu sein, habe ich heute eine Windom (42m lang) aufgehängt. Der Balun ist oben am Mast montiert, beide Schenkel reichen gerade so an die Grundstücksgrenze.
Sie dient aber nur vorübergehend als Kompromiss, bis ich mich für eine DX-fähige Antenne für die Lowbands entschieden habe. Die Antenne bietet sehr laute Signale abends auf 80m, aber einen unheimlich hohen Störpegel.
24.10.2009: Den Dipol habe ich nun von der Hühnerleiter "befreit" und ihn mit einem Choke Balun aus Koaxkabel gespeist. Klappt super, SWR bei 1:1 fast übers gesamte 20m Band.
DX geht ufb, wie erste Tests zeigen. Allerdings nur auf 20m, die anderen Bändern gehen nur per Matchbox. Das ist erstmal ein (wenn auch schlechter) Kompromiss.
17.10.2009: Nach längerem Umbau des symetrisch gespeisten Dipols habe ich mich entschieden, diese Idee nicht weiter voranzutreiben. Es hat sich
leider gezeigt, dass es schwierig ist, eine optimale Länge der Hühnerleiter zu finden, damit mein Automatiktuner alle Bänder von 10m-20m anpassen kann.
In der Zwischenzeit habe ich den Dipol nun von 7.6m auf etwa 10.2m verlängert.
03.10.2009
Meine ersten Erfahrungen zeigen nun, dass die Anpassung mit dem Autotuner kritisch ist. Einerseits die Führung der Hühnerleiter am Mast, als auch die Impendanzen am Tunereingang. Die Symetrierung stellte mich vor weitere Probleme. Da ich die Antenne über den vorhandenen
unsymetrischen Tuner speisen wollte, was ja nicht die reine Lehre ist, musste ich für Symetrierung sorgen. Ohne Symetrierung hatte ich einen sehr hohen Noisepegel und konnte kaum Stationen hören.
Ich entschied mich zunächst für einen W2DU-Balun, dann einen 1:1 und 1:4 Balun. Zufrieden war ich damit überhaupt nicht. Die Baluns wurde je nach Frequenz warm, was nur heissen kann, dass Energie nutzlos verbraten wird. Mir war nun klar, die Hühnerleiter muss weg und eine sauber resonante Antennenkonstruktion her.
12.09.2009: Nach langem Überlegen, welche Antenne ich denn aufbauen sollte, viel die Wahl auf die Maria Maluca-Antenne. Ich hatte schon einmal darüber in einer Fachzeitschrift und im Internet von anderen OM's positive Berichte gelesen. Der kritischste Punkt dieser Antenne ist sicherlich die Speisung, da ohne Traps mit nur einem symetrischen Dipol alle Bände von 10-20m angepasst werden. Ich besorgte mir Hühnerleiter und Alurohr und baute mir
zunächst den Dipol ohne das Parasitärelement auf.
05.09.2009: Schon vor unserem Umzug ins neue Heim stand fest, dass ich die alte Cushcraft R8 nicht mit umziehen werde. Nicht, dass wir nicht zufrieden gewesen wären, sie hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.
Nur gab es hin und wieder Situationen, wo benachbarte Stationen mit einem Beam Stationen gearbeitet haben, die ich nicht einmal hören konnte. Auch der relativ hohe Noise-Level hat mit zur Entscheidung beigetragen.
29.08.2009: RICHTFEST: Nach unserem Einzug ins neue Heim habe ich mich endlich wieder mal meinem Hobby widmen können. Mein Mast ist aufgebaut. An einem unserer Schornsteine, der nicht mehr in Betrieb ist, habe ich eine Masthalterung mit Schiebemast montiert.
Kein Heavy-Duty, aber für einfache leichte Antennen mechanisch ausreichend.
Ein paar Worte zum Thema Antennenabstrahlung
Bei der Suche nach einer Antenne für DX habe ich mich damit beschäftigt, an meinem neuen QTH möglichst flachstrahlende Antennen aufzubauen. Meine Ergebnisse möchte ich gerne hier zusammenfassend präsentieren.
Man weiss zwar, dass eine Vertikalantenne flach strahlt,
ein niedrig hängender Dipol steil strahlt, und ein Beam eine gute DX-Antenne ist. Dies sind aber zu pauschale und ungenaue Aussagen. Deshalb habe ich genauer recherchiert. Dazu möchte ich das Thema Flachstrahlung,
und Abstrahldiagramme für die für mich in Frage kommenden Antennen untersuchen.
Flachstrahlung
Zunächst die Frage nach der Flachstrahlung: Was bedeutet flach ? Welche Abstrahlwinkel sind denn wirklich relevant für DX ?
Zur Beantwortung dieser Frage, habe ich ein Diagramm erstellt, die den berechneten Abstrahlwinkel für eine gegebene Entfernung angibt. Dabei habe ich folgende (vereinfachende) Annahmen getroffen:
- Reflexionshöhe in der Ionosphäre an jedem Reflektionspunkt: 350km
- Minimaler Abstrahlwinkel: 3 Grad
Die Höhe der Reflexion oder genauer gesagt der Beugung des Signals ist in der Praxis abhängig von der Tages- und Jahreszeit und der Frequenz. Die Annahme des Mindestwinkels beruht auf der Tatsache, dass die zum Erdboden fast tangentiale Abstrahlung durch Landschaft, Bäume und Gebäude einer zu starken Dämpfung unterliegt.
Ausserdem wird unter 3 Grad keine praxisrelevante Antenne nutzbare Leistungen abstrahlen können.
Der dargestellte Graph zeigt auch, wieviele Sprünge (Erde - Ionosphäre - Erde) für eine bestimmte Distanz notwendig sind.
Beispiel: Die Distanz von Frankfurt nach New York beträgt 6200 km, dies ergibt laut Diagramm 2 Sprünge bei 7 Grad Abstrahlwinkel.
Denkbar sind auch mehr Sprünge, was aber zu einer erhöhten Dämpfung, steilerer Abstrahlung und damit geringerer MUF führt.
Fazit:
Für DX-Verkehr ist nur diejenige Abstrahlung unterhalb eines Winkels von 15 Grad relevant, typischerweise 5-10 Grad! Die Abstrahlung oberhalb von 15 Grad ist nur für Europaverkehr nutzbar, oberhalb von 50 Grad für DL-Verbindungen
(Steilstrahlung).
Absolute Gewinnangaben für die Beurteilung von DX-Antennen sind also nur unzureichende Aussagen über ihre DX-Leistungsfähigkeit, sondern die spannende Frage lautet nun, wie hoch ist der Gewinn der Antenne für einen bestimmmten DX-relevanten Abstrahlwinkel ?
Wie hoch (bzgl. der Wellenlänge) muss man etwa einen Dipol aufbauen, damit er einer Vertikalantennne ebenbürtig oder besser ist, wie hoch muss der Dipol montiert sein, damit er sein Strahlungsmaximum unter einen Winkel von 10 Grad abstrahlt ? Kann ein Dipol vielleicht einem Beam ebenbürtig sein, falls ja, um wieviel höher muss dieser montiert sein ?
Antennenvergleich: Cushcraft R8 gegen Open Sleeve Dipol auf 20m
Zunächst habe ich meine alte Cushcraft R8 als Referenzantenne angenommen. Anbei ein Diagramm berechnet mit EZNEC 4.0, die den neuen Open Sleeve Dipol mit der Cushcraft R8
vergleicht. Die R8 ist auf 11m Höhe montiert, der Dipol in 12m.
Der Vergleich zeigt einen kleinen Vorteil des Dipols bei 5 Grad Abstrahlwinkel von (nur) 1dB. Bei 10 Grad ist der Vorteil des Dipol schon größer, hier ist er 3.5dB stärker als die R8.
Im Maximum des Dipols bei 25 Grad sind es 9dB.
Man kann ablesen, dass der Dipol mit -1.3dBi ganze 9.44dB bei 5 Grad Abstrahlwinkel unter seinem Maximum bei 25 Grad liegt, er ist also noch viel zu niedrig aufgebaut !
Auf 20m Höhe würde der Dipol bei 5 Grad 1.57dBi Gewinn haben, sich also um 2,87dB verbessern. Dazu müsste ich den Mast aber um ganze 8m erhöhen, womit man mechanisch in ganz andere Dimensionen vorstößt.
Bei etwa 40m Höhe (2 Lambda) wäre die untere Strahlungskeule so tief, das man annähernd den maximalen Antennengewinn auf die gesuchten 5 Grad bringt. Ziemlich unrealistisch ... ;-)
Fazit:
Für einen höheren Antennengewinn für DX müsste man die Antenne (erwartungsgemäss) weiter erhöhen.
Es macht aber womöglich mehr Sinn, dem Dipol einen Reflektor zu spendieren und ihn damit zum 2 Element Beam auszubauen.
The story continues ...
Unsere Station
Kenwood TS-850S
ICOM IC-7000
Ameritron AL-811 Endstufe
Microham USB Interface II
Software
Swisslog 5.6 Logbuch (DL6FCB)
HamOffice Easy Logbuch (DO6TPG)
N1MM Logger (Contest)
MixW2 und Digipan für RTTY / PSK
Antennen
Open Sleeve Dipol für 15m/20m homemade (17m mit Tuner)
Open Sleeve Dipol für 10m/12m (demnächst)
Battle Creek Special für 30m/40m/80m/160m mit "buried" Radials
Diamond X-50N für 2m/70cm
Der Open Sleeve Dipol
Die Open Sleeve Technik bietet eine elegante Möglichkeit, aus einem Monoband-Dipol durch Hinzufügen eines weiteren Dipolelements eine zweite Resonanz auf einem anderen Band zu erreichen.
Dabei besteht keine elektrische Verbindung zum gespeisten Element. Dies habe ich mir zunutze gemacht, um eine Zweibandantenne aufzubauen, die aber nur mit einem Koaxkabel gespeist wird und
keine Traps benötigt !
Der 20m Dipol wird über eine Koaxdrossel (Current Balun) gespeist, als "Sleeve" befindet sich ein 15m Dipol in einem Abstand von 15cm. Dieser Abstand ist mit EZNEC berechnet und auch relativ kritisch.
Demnächst werde ich einen weiteren Open Sleeve Dipol für 10m und 12m bauen. Den 15/20m Dipol passe ich mit dem Tuner für 17m an. Das ist ein Kompromiss, aber kein allzu schlechter. 10/12m kann ich aber nicht ohne erhebliche Verluste anpassen, deshalb ein separater Dipol für diese Bänder.
Anbei der SWR-Plott, den EZNEC für den Dipol berechnet hat. Die reale SWR-Kurve liegt sehr nah am berechneten. EZNEC hat sich hier als sehr brauchbar erwiesen ! Die berechneten Längen musste ich nur einmal ein paar Zentimeter nachjustieren.
Die Battle Creek Special Antenne
Die Idee der Battle Creek Special wurde von amerikanischen OM's entwickelt, und in vielen DXpeditionen für Lowband-Aktivitäten sehr erfolgreich eingesetzt. Im Original wurde sie für 40m, 80m und 160m entworfen. Vom Prinzip her
handelt es sich um eine Viertelwellen-Inverted L-Antenne. Die Viertelwellenresonanz wird durch Sperrkreise (Traps) erreicht im Gegensatz zur klassischen Inverted L, die über eine Anpasseinheit am Speisepunkt in Resonanz für die jeweiligen Bänder gebracht wird.
Als Gegengewicht wird, wie für jede Vertikal, ein ausgedehntes Gegengewicht (Erdnetz) aus Radials benötigt.
Meine BCS ist für die Bänder 30m, 40m, 80m und 160m ausgelegt. Um den Selbstbau von Traps zu umgehen, habe ich mir einen halben Kelemendipol ohne Balun besorgt. Dieser "halbe" Dipolschenkel hat eine Länge von 23m und hat für jedes Band Viertelwellenresonanz. Der vertikale Teil wird an einem Fiberglasmast montiert, leider im Moment nur ca. 6m hoch. Die restlichen
17m sind horizontal abgespannt. Im nächsten Jahr wird der Mast durch einen grösseren ersetzt, so dass der vertikale Teil mindestens 10m beträgt.
Das Radialnetz
Ohne ein gutes Radialnetz geht jede Vertikalantenne schlecht, es sei denn man wohnt direkt am Meer und kann die Antenne direkt ins Salzwasser stellen. Nicht selten wird dies bei DXpeditionen auch so praktiziert.
Um die auftretenden Erdverluste zu minimieren legt man Radials sternförmig um den Antennenfusspunkt aus, oder man gräbt diese wenige Zentimeter in die Erde ein. Für mich kam nur das Vergraben in Frage, schon aus rein optischen Gründen.
Über Radials ist im Web einiges zu lesen. Die für mich wichtigsten Faustregeln bzgl. der Anzahl, Länge, Eigenschaften etc. habe ich hier zusammengefasst.
- Als Ideal gelten 120 Radials, jeweils Lambda/4 Länge
- In der Praxis soll sich zeigen, dass 60 Radials aber kaum schlechter sind
- Mit 10 Radials zu je 0,1 Lambda erreicht man einen Wirkungsgrad von 60%
- Vergrabene Radials müssen nicht resonant sein
- Mehrere kurze Radials sind besser als wenige lange
Aktuell habe ich 11 Radials vergraben, mit Längen zwischen 7m und 28m. Das folgende Bild zeigt das EZNEC-Modell meiner BCS und die Stromverteilung auf 40m.
DXCC Statistik
Stand 18.11.2009
| DL6FCB | 160m | 80m | 40m | 30m | 20m | 17m | 15m | 12m | 10m | SSB | CW | RTTY |
| worked | 56 | 79 | 158 | 156 | 223 | 166 | 209 | 121 | 132 | 241 | 248 | 156 |
| confirmed | 37 | 66 | 125 | 124 | 188 | 122 | 182 | 81 | 113 | 220 | 220 | 124 |
| DO6TPG | 160m | 80m | 15m | 10m | SSB | CW | RTTY |
| worked | 28 | 58 | 148 | 62 | 143 | 39 | 90 |
| confirmed | 8 | 34 | 69 | 27 | 79 | 16 | 56 |
Weitere Diplome: DL6FCB
DXCC Challenge 1000
WAZ Mixed (Worked All Zones)
WAS Mixed (Worked All States)
WAE III Mixed (Worked All Europe)
IOTA 100 (Islands on the air award)
DLD 100 40m (Deutschland Diplom)
Ich arbeite gerade hart am 5Band DXCC !